Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Altenburg zum Spazierengehen

Allgemein

Spazierengehen an der frischen Luft ist grundsätzlich gesund und belebt.

Wenn aber, wie zuletzt montags, mehrere hundert Menschen in der Altenburger Innenstadt damit ihren Protest gegen Schutzmaßnahmen des Staates zum Ausdruck bringen wollen, treten sie die Solidarität mit Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen, mit an Corona erkrankten und verstorbenen Menschen und mit Pflegekräften buchstäblich mit Füßen.

Bei der Bekämpfung des neuartigen Virus hat der Staat Fehler gemacht. Wer aber gemeinsam mit Rechtsextremisten und Coronaleugnern „spazieren geht“ und damit gegen Impfen, gegen Schutzmaßnahmen, gegen den Staat und die Politiker auftritt, missbraucht den Begriff der Freiheit und macht sich gemein mit Leuten, die unsere Demokratie bekämpfen wollen. Wer unter bewusstem Verstoß gegen das Gesetz eine grundsätzlich erlaubte Versammlung nicht anmeldet, ist einfach nur feige.

Deshalb distanzieren wir uns von den Spaziergängen und rufen deren Teilnehmer zu einem Dialog auf, der vielleicht schon Anfang nächsten Jahres stattfinden kann, sobald die Infektionslage es zulässt. Wir möchten gern gemeinsam mit der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Spaziergänger eigentlich sind und wie sie gedenken, die Pandemie zu bekämpfen. Wir wünschen den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Altenburg ein friedliches und gesundes Weihnachtsfest!

Frank Rosenfeld, Torsten Rist, Thomas Jäschke, Michael Wolf, Felix Pröhl, Dr. Nikolaus Dorsch
für den SPD-Ortsverein Altenburg