SPD Altenburger Land

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Fehlende Barrierefreiheit Bahnhof Altenburg

Veröffentlicht am 30.05.2022 in Wohnen & Leben

Roger Schmidt

Am Beispiel der jüngsten Berichte über den Behelfsbahnsteig am Altenburger Bahnhof zeigt sich wieder eindeutig, Inklusion und Barrierefreiheit bleibt oft nur ein schöner Traum in den Köpfen der Menschen und schlussendlich stehen dann nur Absichtserklärungen zu Buche. Dass sich der Projektleiter der Bahn mit den Worten zitieren lässt, es gäbe "keine wirtschaftliche Lösung", gleicht einem Schlag ins Gesicht der Betroffenen und postuliert einen Interessenkonflikt, der hier nichts zu suchen hat.

Man muss an dieser Stelle in aller Deutlichkeit klarstellen, dass nicht der Rollstuhl oder Rollator behindert - im Gegenteil diese Hilfsmittel ermöglichen die Teilhabe, sondern die Treppe.

Für die Alternativlosigkeit dieser Lösung ist die Deutsche Bahn verantwortlich und handelt damit klar gegen die UN-Behindertenrechtskonvention.

Die Stadt Altenburg lässt sich aber nicht völlig aus der Verantwortung nehmen.

Besonders weil man im Rathaus über manche Details zu spät informiert worden ist, reicht das Statement des Oberbürgermeisters: "Wir nehmen als Stadtverwaltung Kontakt auf, um eine andere Lösung anzuregen", bei allem Respekt nicht aus.

Die Berichterstattung in der OVZ vom 25.05.22. zeigt, dass viel fachliches Know-how in puncto Barrierefreiheit und Inklusion vorhanden ist, aber diese Stimmen verhallen wohl unbeachtet.

Die Stadt muss diese jetzt anhören sowie sie und weitere Vertreter der Betroffenen mit den Entscheidungsträgern der Bahn zusammenführen, um als starker Partner ihrer Bürger an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten.
Bürger einer Stadt welche zunehmend altert und zwangsläufig in der ein oder anderen Form beeinträchtigt ist oder wird.
Die Deutsche Bahn mag der Bauherr sein, aber der Behelfsbahnsteig steht in unserer Stadt und unsere Bürger sollen von dort abfahren, aber eben dies können nicht alle und dieser Zustand ist, auch mit Hinblick auf die Dauer von 2 Jahren, schlicht und ergreifend nicht tolerierbar und ein Musterbeispiel für Exklusion.

Roger Schmidt und Torsten Rist
SPD Altenburg