Altenburg profitiert von neuem Beschluss zur Schlösserstiftung

Bildung & Kultur


Elisabeth Kaiser

Erleichtert über die Einigung auf Bundesebene im Streit um die einst geplante große gemeinsame Kulturstiftung zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen zeigt sich auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser:

"Nachdem das Projekt mehrmals auf der Kippe stand, die große Lösung längst beerdigt wurde und nicht klar war, ob es überhaupt noch eine Beteiligung des Bundes geben würde, ist heute der gordische Knoten zumindest auf Bundesebene zerschlagen. Der Haushaltsausschuss hat eine Beschlussvorlage von Union und SPD zur Zukunft einer Bundesbeteiligung an der Thüringer Kulturlandschaft in geänderter Fassung angenommen. Nun muss der Freistaat die Kofinanzierung sicherstellen", so Kaiser, in deren Wahlkreis die "Blaubuch-Einrichtung" Lindenau-Museum liegt.

Im Zeitraum von 2022 bis 2027 erhält das Lindenau-Museum nun bis zu 2 Millionen Euro jährlich an Projektmitteln, also bis zu 16 Mio. Euro insgesamt. "Das ist eine gute Nachricht", so Kaiser, die bei den Verhandlungen zur Schlösserstiftung stets die Berücksichtigung des Altenburger Ensembles einforderte. Der eindrucksvolle Komplex aus Lindenau-Museum, Schloss und Marstall biete einen glanzvollen Rahmen für die zahlreichen kulturellen Schätze von Weltrang, die in Altenburg ausgestellt und erforscht werden.

"Wichtig wäre es, eine langfristige, über 2027 hinausgehende Förderung des Bundes für Altenburg zu erreichen, um dem Lindenau-Museums als kultureller Einrichtung von nationaler Bedeutung gerecht zu werden und es so endlich auf die angemessene Augenhöhe mit den anderen Leuchtturm-Einrichtungen in Thüringen zu bringen. 2024 soll dazu erneut verhandelt werden", so Kaiser.


Positiv sei ebenfalls, dass Rudolstadt als Sitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vollumfänglich erhalten bleibt. Der Landrat des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt, Marko Wolfram, hatte sich intensiv dafür eingesetzt. Die Thüringer Stiftung erhält aus einem Sonderinvestitionsprogramm bis 2027 jährlich 100 Millionen vom Bund und noch einmal 100 Millionen Euro vom Land an Ko-Finanzierung, die dann an Projekte der Thüringer Stiftung ausgereicht werden können, informiert die SPD-Politikerin.

"Nun kommt es darauf an, die Bund-Länder-Vereinbarung unter Beteiligung der betroffenen Einrichtungen zügig auf den Weg zu bringen, damit die Mittel auch zeitnah dort ankommen, wo sie so dringend gebraucht werden. Durch die Blockade der CDU in Thüringen hat sich das gesamte Verfahren schon viel zu lange hingezogen und wäre fast gescheitert", appelliert Kaiser.

Elisabeth Kaiser MdB
Gera - Greiz - Altenburger Land