Elisabeth Kaiser will wieder für Ostthüringen in den Bundestag

Bundestag

FOTO (Marc-Manuel Moritz): Elisabeth Kaiser

Die Geraer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser wird auch zur nächsten Bundestagswahl wieder für die SPD ins Rennen gehen. Die Delegierten der SPD-Kreisverbände Gera, Greiz und Altenburger Land wählten sie dafür heute mit dem Traumergebnis von 100% zu ihrer Kandidatin im Ostthüringer Wahlkreis 194. Einhellige Zustimmung gab es auch für den erneuten Anspruch auf den Platz 2 der Landesliste der SPD Thüringen, damit die Region auch weiterhin angemessen im Bundestag vertreten werde.

„Ich bin überwältigt von diesem Zuspruch und von der großen Wertschätzung für meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete. Das gibt viel Kraft und motiviert mich noch mehr für das nächste Jahr“, freute sich die 33-Jährige über die einhellige Unterstützung der Ostthüringer SPD.

In ihrer Bewerbungsrede hatte Kaiser zuvor auf die großen Herausforderungen der vergangenen Jahre und auf die Erfolge ihrer Arbeit geblickt. Die wachsende Polarisierung der Gesellschaft, aktuell noch verschärft durch die Corona-Krise, erfülle sie mit großer Sorge. Die Bluttaten von Hanau oder Halle machten deutlich, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus entschlossen geführt werden müsse. Gleichzeitig seien alle in der Verantwortung, gemeinsam für die Werte der Demokratie einzutreten, damit Egoismus und Rücksichtslosigkeit nicht die Oberhand gewinnen. Dass die Bundeszentrale für politische Bildung einen dritten Standort in Gera eröffnet, komme genau zur richtigen Zeit, betonte Kaiser, die auch im Kuratorium der Bundeszentrale mitwirkt. Nicht zuletzt zeige die heutige Wahlkreiskonferenz, dass die Demokratie funktioniere, allen Angriffen und Widrigkeiten zum Trotze.

In ihren ersten dreieinhalb Jahren im Deutschen Bundestag sei es ihr in Berlin gelungen, die Region Ostthüringen nicht nur bekannter zu machen, sondern auch ganz konkret zu stärken, zog Elisabeth Kaiser ein selbstbewusstes Fazit. Dazu zählten die millionenschwere Förderung Geras als „Smart City“ und die Ansiedlung der Bundeszentrale für politische Bildung in ihrer Heimatstadt. „Ich bleibe hartnäckig, wenn es um Fördermittel für strukturschwache Regionen oder um den Ausbau des Eisenbahn-Angebotes in Ostthüringen gibt. Für Ostthüringen muss etwas herauskommen, wenn ich Abgeordnete bin“, versprach Kaiser, sich für weitere Ansiedlungen und Infrastruktur-Investitionen in ihrer Heimat stark zu machen.

Seit 2017 habe die Geraerin beste Kontakte zu einflussreichen Bundespolitiker:innen, engagierten Ehrenamtlichen vor Ort und zu Verantwortlichen der Landespolitik geknüpft. So habe sie sich als stellvertretende Vorsitzende der ostdeutschen SPD-Bundestagsabgeordneten und anderer Netzwerke als Stimme für den gesamten Osten profilieren können. Das Wichtigste bleibe aber die Arbeit vor Ort: „Ich arbeite gerne an der Seite von Menschen, die von Herzen etwas für ihre Region bewegen“, würdigte Kaiser das vielfältige, oft ehrenamtliche Engagement in ihrem Wahlkreis, das sie vom „Greizer Theatherherbst“ über die THW-Landeshelfervereinigung bis zum SV Langenberg auch ganz konkret unterstützt habe.

Umso unverständlicher sei es in dieser Zeit, wenn ausgerechnet Rettungskräfte oder ehrenamtliche Katastrophenhelfer:innen beleidigt oder bedrängt würden, anstatt ihnen den gebotenen Respekt zu zollen. Sie und viele andere Menschen, wie z.B. Beschäftige im Gesundheitswesen und in der Pflege, im Bildungswesen oder im Einzelhandel, hätten gerade in der Corona-Krise gezeigt, wie sehr sich unsere Gesellschaft auf sie verlassen könne. Sie hätten Respekt und Anerkennung verdient, der sich am Ende eben auch in guten Löhnen und guten Arbeitsbedingungen ausdrücken müsse.

Deshalb stehen Respekt und Zusammenhalt zurecht im Zentrum der SPD-Botschaft für die Bundestagswahl. „Wir sind nicht bei denen, die sich für was Besseres halten“, zitierte Kaiser den SPD-Kanzlerkandidaten und Bundesfinanzminister Olaf Scholz. „Wir wollen Sicherheit geben in immer unsicheren Zeiten“, brachte die Geraer Bundestagsabgeordnete den Anspruch der SPD zum Ende ihrer Bewerbungsrede auf den Punkt.

Die Aussprache eröffnete der SPD-Landesvorsitzende Georg Maier mit einer Videobotschaft. „Elisabeth Kaiser hat sich in Berlin einen hervorragenden Ruf erarbeitet, weil sie fleißig ist, weil sie sich zu Wort meldet und weil sie die Themen ihrer Region und die der SPD aufgreift“, lobte er die Kandidatin. Zusammen mit Kaiser habe er schon Einiges bewirkt, verwies der Thüringer Innenminister z.B. auf die jüngsten gemeinsamen Anstrengungen, ein Logistikzentrum des Technischen Hilfswerkes im Altenburger Land anzusiedeln. „Elisabeth Kaiser kann Menschen überzeugen!“, so Maier.

Das betonte auch die Greizer SPD-Kreisvorsitzende Heike Taubert. „Elisabeth Kaiser ist ein zugewandter und offener Mensch. Und ich kann mich nicht erinnern, dass sie mal gesagt hat, ‚Das geht nicht‘“, hob die Thüringer Finanzministerin hervor. Ihr Kreisverband unterstütze Kaisers Bewerbung deshalb aus vor allem Herzen, sagte Taubert. Sie leitete zugleich die Delegiertenversammlung, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes bewusst klein und kurz gehalten war.

Für die SPD im Altenburger Land ergriff Katharina Schenk das Wort. Sie betonte, was es konkret bedeute, wenn man mit einer hörbaren Stimme in Berlin vertreten sei. „Millionen für das Lindenau-Museum, Millionen für den Landkreis im Rahmen des Strukturfördergesetzes und nun auch noch beste Karten für den Landkreis für ein Logistik-Zentrum des THW“, zählte die Staatssekretärin im Innenministerium einige Ansiedlungen und Förderungen auf, die auf Elisabeth Kaisers Initiative oder Unterstützung zurückgingen. Deshalb sei es völlig selbstverständlich, dass Schenks Kreisverband die erneute Kandidatur geschlossen unterstütze und auch den Anspruch auf Listenplatz 2 entschlossen einfordere.

Zum Abschluss der Aussprache lobte Wolfgang Tiefensee für seinen SPD-Kreisverband Gera die Arbeit der Bundestagsabgeordneten. „Ich bin sehr froh, dass es Menschen wie Elisabeth Kaiser gibt, die aus ihrer Haltung heraus andere Menschen von ihrer und unserer Sache überzeugen“, würdigte er die Geraerin als großes politisches Talent und unverzichtbare Stimme für seine Geburtsstadt. „Wir werden für dich kämpfen – auch für den Listenplatz 2“, versprach der Thüringer Wirtschaftsminister, der sich auch 2021 in die Wahlkämpfe einbringen werde.

Die Nominierung von Elisabeth Kaiser war zu diesem Zeitpunkt nur noch Formsache. Ohne eine einzige Gegenstimme oder Enthaltung sicherten die Delegierten ihrer Bewerberin die bestmögliche Unterstützung. In ihrem Schlusswort bedankte sich Elisabeth Kaiser für das große Vertrauen und kündigte an, im nächsten Jahr in ganz Ostthüringen mit Leidenschaft um jede Stimme zu werben.

 

SPD Gera

 

FOTO (Marc-Manuel Moritz): Elisabeth Kaiser nach ihrer einstimmigen Nominierung